Oldtimer Kennzeichen: Spart Steuern und sogar TÜV!

Oldtimer sind Kraftfahrzeuge, die nicht weniger als 20 Jahre alt sind. Um sie auch zukünftig als Kulturgüter zu erhalten, gibt es in Deutschland Oldtimer Kennzeichen, durch die der Besitzer Steuern und TÜV sparen kann.

Wer gern einen Oldtimer kaufen möchte, der sollte einen Oldtimer auch tatsächlich erkennen können. Grundsätzlich kann man sagen, dass der Begriff Oldtimer für die Kraftfahrzeuge verwandt wird, die mehr als 20 Jahre alt sind. Es gibt nicht nur Personenkraftwagen, die Oldtimer sind - eine Vielzahl anderer Kraftfahrzeuge wie beispielsweise LKWs, Motorräder, Busse oder auch Traktoren kommen als Oldtimer in Betracht. Oft gibt es für jede Kraftfahrzeugsparte, beispielsweise Omnibusse, eigene Oldtimer‐Liebhaber und Fans.

Oldtimer kann man bezogen auf ihr Alter noch etwas präziser unterscheiden. So spricht man etwa von einem Youngtimer, wenn ein Kraftfahrzeug 20 bis 30 Jahre alt ist. In Deutschland, aber auch international, gibt es inzwischen eine Reihe von Automobilclubs, die genau festgelegt haben, wie sich Oldtimer anhand ihres Baujahrs klassifizieren lassen. So gibt es beispielsweise Kraftfahrzeuge, die „Vorfahren“, im Englischen „Ancestors“ genannt werden. Sie wurden bis zum 31.12.1904 hergestellt.

Oldtimer sind heute die Objekte von Sammlern. Es geht nicht immer darum, dass Oldtimer sehr gut erhalten sind oder von einem Restaurateur professionell wieder aufgearbeitet wurden. Auch Kraftfahrzeuge im Originalzustand, der oft alles andere als schön ist, bezeichnet man als Oldtimer. Schließlich kommt es bei einem Oldtimer nicht unbedingt darauf an, ob man ihn gebrauchen kann! Natürlich ist es für den Wert eines Oldtimers dennoch entscheidend, ob er auch als Fahrzeug benutzt werden kann. Fahrtüchtige Oldtimer, besonders solche, die aus einer bestimmten Zeitepoche stammen, sind verhältnismäßig teuer.

Wer einen Oldtimer besitzt, der mindestens 30 Jahre alt ist, kann sich als Oldtimer Kennzeichen ein sogenanntes H‐Kennzeichen besorgen. Hierdurch spart man massiv an Kfz‐Steuer. Die Kfz‐Steuer richtet sich nämlich nach der Leistung des Motors sowie danach, ob ein Katalysator vorhanden ist. Da ein Katalysator bei Oldtimern regelmäßig nicht gegeben ist, müssten Besitzer von Oldtimern der Regel nach relativ hohe Steuern zahlen. Um Oldtimer als Kulturgut auch für künftige Generationen zu erhalten und sie nicht gänzlich von der Straße zu verdrängen, wurde das H‐Kennzeichen entwickelt.

Eine andere Variante ist, sich ein rotes Wechselkennzeichen zu beschaffen, das man für mehrere Oldtimer verwenden kann, um mit diesen technische Überwachungsfahrten zu machen. So kann man einen Teil an Steuern sowie den TÜV ganz sparen!