In einem Zylinder eines Motors wird im Taktbetrieb ein Sauerstoff-Kraftstoff Gemisch zur Explosion gebracht. Die Druckkräfte der Explosion werden dann in ein Moment gewandelt, welches die Kurbelwelle und damit die Räder des Fahrzeuges antreibt. Kraftstoff allein in flüssiger Form ist nicht explosionsfähig, lediglich brennbar. Daher zerstäubt ein vorgeschalteter Vergaser das flüssige Material und gibt es gewissermaßen als "Gas" in den Kolben, daher der Name des Gerätes: Vergaser. Bei einer Zerstäubung wird der Aggregatzustand des Kraftstoffes nicht verändert, dennoch ist der Prozess schwierig und technisch nur aufwendig realisierbar. Daher haben sich über die Jahre viele Methoden entwickelt, die das Zerstäubungsproblem lösen.
Bei früheren Modellen wurden bei Vergasern oftmals rotierende Bürsten verwendet. Diese waren sehr schadensanfällig und unzuverlässig, ließen sich aber leichter reparieren. Heutige Vergaser arbeiten mit Düsen, filigranen Rohrsystemen und Ventilen. Da die Einzelteile der modernen Vergaser und deren Zusammensetzung wesentlich feingliedriger sind, als es noch vor 50 Jahren der Fall war, kann man einen Vergaserschaden zumeist nicht selbst reparieren. Hierbei kommen nur professionelle Werkstätten infrage, die Probleme beim Vergaser beheben können. Sollte das Auto noch versichert sein, müsste der Hersteller oder Autohändler die Kosten für eine Reparatur übernehmen. Bei Schäden am Motorsystem ist ein Vergaserschaden eine häufige Diagnose. Daher kommen Vergaserreparaturen unter Autohaltern häufiger vor. Deshalb gibt es viele auf solcherlei Schäden spezialisierte Werkstätten, die eine Reparatur bei nicht vorhandener Versicherung zu einem moderaten Preis übernehmen können.
Sollte es sich um einen Komplettschaden des Vergasers handeln, muss man überlegen, das Bauteil eventuell völlig auszutauschen. Allerdings spielt dabei die Abstimmung zwischen Vergaser und Motor eine Rolle. Nicht jeder Vergaser passt auf jeden Motor. Man muss also vor einem Austausch in jedem Fall einen Experten zu Rate ziehen, selbst wenn man mit dem Aufbau des Motors und dem Anbau des Vergasers vertraut ist.